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Learning by doing - Obersulmer Grundschüler beim Stadtbahntag des Kiwanis-Club Weinsberger Tal

Im Schulunterricht hat Polizeihauptmeister Armin Wohlbach die rund 70 Grundschüler aus Eschenau und der Michael-Beheim-Schule in Sülzbach die Besonderheiten und Gefahren des Stadtbahnfahrens nahegebracht. Beim Stadtbahntag setzen die Viertklässler das Gehörte nunmehr in die Praxis um.
An der Haltestelle Willsbach-Schule nähert sich die S-Bahn. „Achtet auf den weißen Sicherheitsstrich und haltet Abstand“ wendet sich Klassenlehrer Jürgen Westenberger an die Schüler. Zusammen mit Schulleiter Eric Sohnle und weiteren Kolleginnen, Müttern und Kiwanisclub-Mitgliedern betreuen sie die Gruppe bei der S-Bahn-Fahrt nach Heilbronn. Drinnen in der S-Bahn geht es weiter mit den praktischen Unterweisungen, wie dem Entwerten der Fahrscheine.

Für Dr. Herbert Wolf von Kiwanis ist es wichtig, dass diese praktischen Übungen vor allen Dingen alle Kinder erreichen, die im neuen Schuljahr die S-Bahn benutzen, weil sie eine weiterführende Schule besuchen. Der Kiwanisclub und auch Firmen aus der Region übernehmen die Kosten für diesen Verkehrspräventionstag. Am Heilbronner Hauptbahnhof wird die Truppe bereits von der Präsidentin des Kiwanisclub, Michèle Jarra-Anton und Elisabeth Wurster mit Getränken und Butterbretzeln erwartet. In Gruppen geht es zu den einzelnen Stationen, wie mit DB-Bezirksleiter Jürgen Setzer zum Stellwerk, zum technischen Herz des Bahnhofs. Weit geht hier der Blick aus erhöhter Warte über das gesamte Bahnhofsgelände. Drei Fahrdienstleiter sitzen hier an den Stellwerken und sorgen für die Sicherheit des Bahnverkehrs. „Das sind Menschen, die eine große Verantwortung tragen“, betont der Bahnbezirksleiter. Fahrdienstleiter Günther Weis erklärt den Viertklässlern die technische Funktion des Drucktastenstellwerks, das bereits seit 1966 in Betrieb ist, während sein Kollege per Mausklick das elektronische Stellwerk bedient. „Wir können von hier aus direkt mit den Zugführern Kontakt aufnehmen. Das ist aus vielerlei Gründen wichtig und manchmal auch notwendig. Umgekehrt kann der Lokführer auch einen Notruf an uns absetzten“, erklärt Weis.  Dass die Bahnhofsmission nichts mit Afrika zu tun hat, erfahren die Grundschüler von der Leiterin Cordula Stölzel. „Wir helfen den Zugreisenden bei verschiedenen Problemen, wie älteren, behinderten oder blinden Menschen beim Umsteigen. Oft sind wir auch Anlaufstelle für Obdachlose oder ganz einfach für einsame Menschen die einfach mal reden wollen“. Die dritte Station ist die Bundespolizei. „Wir kümmern uns um die Bahnhöfe, weil alles was mit der Bahn zu tun hat, auch mit dem Bund zu tun hat“, erklärt Polizeihauptkommissar Dieter Natter. Ihm ist besonders die Sicherheit der Kinder ein großes Anliegen und so geht er gezielt auf die Gefahren ein, die mit  der S-Bahn einhergehen können. „Hier lauern tödliche Gefahren“, betont und warnt er mehrmals eindringlich und nennt tragische Beispiele. Zum Abschluss des Stadtbahntages gibt’s für die jugendlichen Teilnehmer ein Zertifikat, den Stadtbahnführerschein vom Kiwanis-Club. Jetzt haben es die Schüler schwarz auf weiss, dass sie gut gerüstet sind für ihre Fahrten mit der S-Bahn. (hlö)

 

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