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Ins Land der Fantasie reisen

60 Kinder bei der Ferienfreizeit – Kiwanis und Bürgerstiftung unterstützen mit einem Scheck
„Bühne frei für alle Temperamente“ heißt es in diesen Tagen bei der Kinderfreizeit Löwenstein auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Lichtenstern. Das sozial-kulturelle Modellprojekt unter der Leitung von Ursel Ganz steht unter dem Motto: Erde, Feuer, Wasser Luft. Die Elemente begleiten 60 Kinder im Grundschulalter in vielfältiger Form. Es entstehen Masken, fröhliche Sonnenfische und Paradiesflieger im Atelier.
Die jungen Forscher entdecken die Unterschiede der Elemente, tauchen ein in die Wasserwelt mit Farben und untersuchen Wassertiere am Bachlauf. Sie sammeln Naturmaterialien für Mandalas am Tag der Erde, erfinden luftige Spiele und basteln federleichte Paradiesflieger. Das Land der Fantasie hat keine Grenzen. Es schlägt Brücken zum Entdecken der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten.
„Die Spontanität ist uns wichtig“, sagt Projektleiterin Ursel Ganz. „Wir inspirieren die Kinder, und die Kinder inspirieren uns.“ Sie kommen in diesem Jahr aus Löwenstein, Obersulm, Lehrensteinsfeld und Weinsberg.
Im Kinderparlament gibt die Leiterin Anregungen zum Thema und beobachtet dann, was von den Mädchen und Jungen kommt. Bei der Zusammenkunft in der Gruppe werden auch Dinge besprochen und geklärt, die gut oder nicht so gut sind. Achtsamkeit ist ein weiteres wichtiges Stichwort, das die Projektleiterin nennt. Dabei sei der Beziehungsaufbau zu den in ihrer Art unterschiedlichen Kindern wichtig. Fünf sozialpädagogische Fachkräfte stehen Ganz zur Seite, um die Kleinen zu begleiten und ihnen den erforderlichen Freiraum zu geben.
Neun künftige Erzieherinnen absolvieren ihr Pflichtpraktikum in der Kinderfreizeit. In der täglichen Teambesprechung sammeln sie Ideen für die sechs Gruppen, für die sich die Freizeitteilnehmer täglich entscheiden können. Ob das Auszeiten in der Kuschelecke sind, lieber Bewegung in der Turnhalle oder das kreative Tun.
Sara Winkler war vor vier Jahren während ihres Praktikums zur Erzieherin in der Kinderfreizeit. Jetzt ist sie als Fachkraft wieder dabei, die eine ergänzende Ausbildung zur Entspannungspädagogin macht. „Es macht Spaß, es sind gute Erfahrungen für die Kinder und für sich selbst“ sagt sie. Eine sanfte Inklusion erfolgt mit den Bewohnern der Stiftung, die immer wieder in der Festscheune vorbeischauen.
Der Kiwanis-Club Weinsberger Tal hat das Modellprojekt unter dem Träger des TSV Löwenstein mit 2000 Euro unterstützt. Und die Bürgerstiftung Obersulm hat 200 Euro gespendet.
Artikel von Margit Stöhr-Michalsky in Heilbronner Stimme 13.8.2014